Die Schwerter MuseumsStraßenbahn in Bildern

Hier entsteht ein kleines "Bilderbuch", welches einen Eindruck von der ehemaligen übermitteln wird.

Es sind über 800 Fotos im Archiv,- hier alle einzustellen ist leider unmöglich! Darum werden hier nach und nach die Jahreshighlights eingestellt. Bitte haben Sie zur Fertigstellung Geduld!!!

1992/93  Ein kleiner Jahresrückblick
Weil der "Samba" nach Ansicht der DSW nicht stadtbildprägend war, drohte seine Verschrottung. 

Nach einem Straßenbahnausflug mit einigen Freunden wurde später beim Bier in einer Kneipe über dieses Thema gesprochen und der Entschluss gefasst, der Samba muß erhalten bleiben.

Zuerst sollte der Zug für eine befristet Zeit in Duisburg- Hamborn untergestellt werden. Es war soweit alles vorbereitet,- der LKW bestellt, die Genehmigung eingeholt..... Wegen den Brücken, sollte der Sambazug im Bth. DU-Grunewald abgeladen werden und nachts nach Obermarxloh überführt werden.

Dieses wurde leider boykotiert, schließlich hatten wir die DSW scharf angeriffen.

Dank der Aufmerksamkeit von Uwe Mendryk haben wir dann den Stellplatz im Schwerter Güterbahnhof gefunden..... 

 

Die Fotos zeigen den letzten normalspurigen Großraumwagenzug des Ruhrgebiets zuerst im Bth. Westfalendamm in Dortmund und unten im Schwerter Güterbahnhof. Von dort aus haben wir ihn über DB- Gleise zum anderen Ende des Bahnhofs zur Mainischen Feldbahn überführt. 

 

1994 Ein kleiner Jahresrückblick
Beim Rheinbahn Beiwagen 43, ex Siegen 120 waren die Scheiben eingeworfen, ansonsten war der Zustand aber noch passabel, also wurde er mitgenommen..... 
Wer wird denn gleich in die Luft gehen....

Knapp 10 Jahre lang stand TW 244 bei der Spedition Max-Goll in Düsseldorf.

1995

Ein kleiner Jahresrückblick
Wenn Straßenbahnwagen draußen im freiem stehen, muß man neben den schädlichen Wettereinflüssen auch den Vandalismus mit einkalkulieren.

Eines Tages mußte man feststellen, das am TW 244 eine Seitenscheibe, der Scheinwerfer und einige Türscheiben eingeschlagen worden sind.      Der Entschluß, das nun jede bezahlbare Halle mit Gleisanschluß willkommen ist, wurde damit um so fester. 

Die ehemalige Dampflokanheizhalle in Schwerte- Ost war damals nicht die beste, aber einzigste kurzfristig zu bekommene Alternative. Die Infrastruktur war für ein späteren Fahrbetrieb optimal.

Unsere Vereinsmitglieder haben die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, als sie die Halle des Grauens gesehen hatten. Das die Wagen unter Dach gestellt werden mußte, war allen klar, - für eine Luxushalle zahlen wollte aber niemand, also hat der Verein das Angebot der Deutschen Bahn AG angenommen und hat die Halle übernommen.

Das führte letztendlich dazu, das aus dem Verein Dortmunder Straßenbahnfreunde zwei getrennte Vereine wurden,- einer für pro Straßenbahnmuseum und der andere war für die Bilder- und Fahrplansammler,- letzterer löste sich danach auf. Einige Restmitglieder der DoSf haben sich dann dem neuem historischen Verein der DSW angeschlossen....

Kurz vor der Überführung rückten die Fahrzeuge dem Güterbahnhof Schwerte immer näher. Die Vorbereitungen für die Überführung waren bombastisch...

 

1996

Ein kleiner Jahresrückblick
Versteckspiel?- Nein!

Die Birken wucherten zum Termin der Überführung der Bahnen aus dem Schwerter Güterbahnhof nach Schwerte-Ost wie wild. 

Der Schock war groß, als wir mit den Wagen 89 und 244 unser Gelände erreichten. Es wurde zwischenzeitlich Erdaushub und Schutt auf die beiden Gleise angeschüttet, auf denen wir in die Halle fahren wollten.

Kurzfristig unterstützte uns die Firma Reters mit schwerem Räumgerät...

     

Jahresrückblick

1997

Nicht schlecht staunte der Lockführer, als er unseren GT8 hat aus den Strauchwerk auftauchen sehen.

Bei der Rückfahrt der Lok lieferten wir uns sogar ein Rennen,- der GT8 hat gegen den Güterzug klar gewonnen!

Grundsätzlich mochten aber die Eisenbahnfans keine Straßenbahnen auf "ihren" Gleisen....

In Do- Wickede wurden neue Weichenzungen eingebaut, weil sie für den täglichen Betrieb nicht mehr brauchbar waren. Kurz darauf war die Weiche in Schwerte und die Verbindung zu Gleis 2 konnte endlich eingebaut werden. Wenig später kam eine weitere Weiche aus Asseln hinzu...
Der GT8 wartet hier darauf, beim positionieren der Weiche zu helfen. Das Gleis 1 wurde nach der Überfahrt des Wagens 89 ausgeschnitten und das Bett ausgeschachtet. Danach wurde die Weiche von dem GT8 in das Gleisbett gezogen. Die alten Metallschwellen wurden ausgeschnitten, um später mit den neuen Rillenschienen verschweißt zu werden. Für den GT8 war dies nach längere Zeit wieder die erste Fahrt über alte Straßenbahn- Heimatgleise.
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Das ganze sah sehr wüst aus und die Herzstücke mussten selbst gebaut werden.
Hier biegt der GT8 nach Links ein. Die Weiche wurde gut und unbeschädigt eingebaut. Die Wagen 303, 721 und 89 schauten dem Geschehen zu, denn einige Tage später waren die ersten drei Gleise miteinander verbunden. Nach der TÜV- Abnahme war der Fahrbetrieb freigegeben.
Schock mal 3: Das Anlassen des Dieselgenerators schockte überwiegend Kinder und Frauen
Die Lackierung schockte die Straßenbahnfans, denn der 904 war für eine Vollwerbung vorbereitet. So präsentierte er sich in den Hausfarben eines Schwerter Geschäftes. Die seitlichen Werbeaufkleber (weißer Grund und roter Schrift, sowie Streifen in grün und violett hätte die HU finanziert, die in Schwerte leider nur noch begonnen werden durfte.

Hier sieht man den Wagen einmal etwas weiter gefahren, als im Besucherverkehr üblich. Die Schnauze ragten in die Drehscheibentrasse hinein, die Türen hingen quasi in der Luft.  

Der ex Vestische Wagen 380 ist gerade frisch aus Lille eingetroffen, als diese Aufnahme entstanden ist. Leider hatten weder der Besitzer dieses Wagens noch die zahlreich vorhandenen Meterspurfans vorher Interesse daran gehabt, das der Wagen in die Halle einziehen konnte. So wurde der Wagen später in zwei Hälften geteilt und im Freigelände des Ruhrtalmuseums aufgestellt. Der Beiwagen 2337 steht währenddessen bereits am Beginn des östlichen Halleneinfahrtgleises und wartet (inzwischen wieder mit Sitzen und neuem Fußboden versehen) auf den nächsten Einsatz hinter TW 904.
Der Mainzer Wagen 240 hatte nur einmal  die Nase draußen. Als Vorbereitung für den Stellplatz neuer Fahrzeuge mußte der Mainzer rangiert werden, weil er schräg in der Halle stand. Dafür wurde eine Gleiskonstruktion aus Kranschienen gebaut. Die Besitzer des Wagens hatten leider "keine Zeit" um zu helfen..... 

Für ein Presseteam und anschließend für unsere Besucher blieb der Wagen zwei Tage draußen, bis er mittig zwischen die Normalspurgleise eingeparkt wurde und dem Abtransport nach Rumänien (Arad) abwartete. Als Ersatz für diesen Fahrzeugtyp war die Übernahme eines Rheinbahn GT6 geplant. 

Seinen 30 Jährigen Geburtstag feierte der Rostocker G4 721 in Schwerte. Kurz zuvor wurde er entrostet und frisch lackiert. Die Zierstreifen und die Beschriftung wurden nicht rechtzeitig fertig. Vom Rostocker aus rechts gesehen, präsentiert sich hier TW 303 mit Baterielore an der Haltestelle "Picknickgarten" und wartet auf Fahrgäste, die er über ein "Z" zum Rostocker bringt.
Nachtfahrten wurden meistens mit dem Partywagen 435 durchgeführt, der auch - genau wie früher in Dortmund- recht häufig für Geburtstage und Jubiläen angemietet werden konnte.  Nur wenige Tage später konnte ein paar Meter weiter gefahren werden, denn der Erlös aus der Geburtstagsparty wurde direkt in die Materialbeschaffung gesteckt - ein Tag Miete für den 435 brachte mindestens 4 Rollen Schweißdraht ein.....
Die Kurzzungenweiche (Foto oben) hat vorher die Gleise 2 und 3 miteinender verbunden. Als eine Langweiche beschafft werden konnte, gab es für die alte Weiche einen neuen Platz, denn wir wollten die vordere Hallenumfahrt unbedingt auf unserer Grundstücksgrenze halten.

Dennis kam abends vom Verwandtenbesuch und hatte nichteinmal mehr Zeit sich umzuziehen, denn schließlich wurde es bald dunkel und die Zeit mußte ausgenutzt werden....... 

 
Jahresrückblick 1998

Die erste Ordnungsverfügung wurde von unserem Nachbarn Herrn Perplies erwirkt. Sehr medienwirksam wurden alle Wagen mit Hauptfriedhof beschildert eingesetzt. Das Verwaltungsgericht hat dann im Ortstermin im Sinne der SMS entschieden und der Fahrbetrieb ging ohne Unterbrechung weiter.

Wagen 244 (links auf Gleis 4) konnte nur ein Stück hinaus, doch für die Lok 710 waren an diesem Tag die sehr beliebten Führerstandsmitfahrten angesagt,- 

aber auch die Wagen 303 und 290 mußten rausfahren und die Besucher erfreuen....

Das Schutt- und Matschgelände verwandelte sich zur grünen Oase zwischen zwei Industrieruinen.....  Ein provisorischer Bahnsteig erleichterte den Einstieg.
Meter für Meter wurden neben unserer "Villa des Grauens" die alten Gleise vom Hallengleis 5 verlegt, die der 290 ja schon von seinen ersten Fahrten her kannte. 
Auch im Winter waren die Schwerter Gleise blitzebank, denn der Fahrbetrieb war ganzjährig.

Der TW 290 wünschte hier allen Besuchern "Frohe Weihnachten" - drinnen gab es im geschmücktem Fahrzeug heiße Getränke für die Fahrgäste.

 

Jahresrückblick 1999 Ausfahrt zur KZ- Gedenkstätte 

Im November 1999 machte der TW 290 die größte Fahrt in Schwerte. Ohne Fahrgäste sind wir auf DB- und Privatbahngleisen bis zur Firma Stapo gefahren, die den Firmensitz gegenüber der KZ- Gedenkstätte hat. Es wurde vereinbart, das mit der Einstellung des Eisenbahnbetriebes der Zaun versetzt wird und dort, wo der TW 290 zu sehen ist, eine Haltestelle eingerichtet wird. (Zeichnungspunkt 1)

1 = Firma Stapo / KZ Gedenkstätte

2 = Anfang Privatgleis Stapo

3 = Überweg zum Museum 

6 = Anschlußgleis zum SMS Gelände

Dunkelgrüne Strecke: Zugelassen im Personenverkehr (umgebaut für Straßenbahnräder), hellgrüne Strecke: im Bau - geplante Inbetriebnahme bis Sommer 2001

TW 290 zwischen  Zeichnungspunkt 1 u. 2 am Hasencleverweg kurz vor Punkt 3 
Für die Übergangszeit bis zur Einstellung des Güterverkehrs auf diesem Gleis, sollte TW 904 an Sonn.- und Feiertagen die Fahrstrecke vom KZ-Denkmal bis zum Museumsgrundstück befahren. Dort hätten die Besucher in einen anderen Wagen umsteigen können. Das Okay der DB und der privaten Anschlußgleisbesitzer lag vor.  Wegen zu kleiner Radreifen der Zweiachser  wurden auf den Fahrten außerhalb des Museumsbahngeländes keine Fahrgäste mitgenommen. Mit TW 904 wäre das kein Problem gewesen, weil dieser mit Dieselgenerator versehene Wagen breite Stadtbahn- Radreifen hat.  Bis zur offiziellen Einstellung des Güterverkehrs wären allerdings die Fahrten von dem Überweg bis zum SMS Anschluß nur ohne Fahrgäste gefahren worden. Der Umbau der Weichen war für später geplant.
Hier hat TW 290 die östliche Stichstrecke verlassen. 

Der Abzweig nach links führt zur Fa. Hövelmann,- 

in Fahrtrichtung geradeaus geht es weiter zum Kopfgleis, worüber zurückgesetzt wird, um auf die DB Hauptstrecke zu gelangen. 

Gerade zurück lag das Gleis zum Museumsgelände, parallel dazu lag ein Stumpfgleis, welches auch von der SMS hätte übernommen werden sollen. 

Diese Aufnahme zeigt den TW 290 unterhalb des Punktes 5/6 - dort wo der Einbau der Verbindungsweiche zur Drehscheibenschleife zum Gleis 8 hätte gebaut werden sollen. Seitenwechsel! TW290 ist von seiner Reise zurückgekehrt und steht wieder auf echten Straßenbahngleisen,- an dieser Stelle wurden Gleise aus Mülheim (Ruhr), Hagen und Weichenzungen aus Dortmund eingebaut. Das Herzstück der Weiche stammte ursprünglich von der Doppelkreuzweiche, die dort früher gelegen hat.
Ausblick  2004 Schwerte - grün und lebendig....
Bild oben links: Der Überweg (Haltestelle) Die Rillengleise waren dem Schrotthändler wohl zu schwer

Bild oben rechts: Das Dach des TW 1507 liegt noch immer auf dem Gelände

Bild links: Ausblick vom Hallentor ins Gleis 2

Überreste des GT8 89 und BW 812 Dachrailing und Fahrersitz von Wagen 89
Foto oben: Reste vom Rostocker G4 721

Foto links: Reste vom Dortmunder GT4 416

Besonders pfleglich ist die Stadt Schwerte mit ihrer Schenkung nicht umgegangen und hat zugeschaut, wie die Wagen zunächst dem Vandalismus und dann dem Schneidbrenner zum Opfer gefallen sind. 

Die "Entsorgung" mußte übrigens der Eigentümer der Fahrzeuge bezahlen: Die Stadt Schwerte!

Der Münchner Zug (TW 2653 & BW 3520) gammelt bei einer Kranfirma in Schwerte vor sich hin. Der einstige Plan, diesen Zug als fahrbares Hoftor zu nutzen scheint wohl aufgegeben worden zu sein. Stattdessen hat der Triebwagen einen Tresen auf der hinteren Plattform und eine Satellitenschüssel bekommen.  

Weitere Bilder aus den Jahren 1993 bis 2000 folgen in einiger Zeit!

Mehr SMS - die Transporte und Fahrten können Sie auf Video sehen! Es lohnt sich!!!

 

War die Schwerter MuseumsStraßenbahn wirklich so schlecht, wie sie so oft hingestellt wird?-

Sicher war ich als Vorsitzender oft recht unbequem gegenüber machen Mitgliedern und auch gegenüber so einigen Beamten, die nichts kapieren wollten. Aber wer kann schon von seinem Chef immer nur liebe Worte erwarten...?-

Was in Schwerte vernichtet wurde, ist eine Blamage für das ganze Ruhrgebiet - und das angeblich nur wegen einer Person???- Oder war es doch das liebe Geld des netten Nachbarn............