Der Pressespiegel der Schwerter MuseumsStraßenbahn

Die Pressearbeit war dem Verein stets sehr wichtig. Das Thema Museumsbahn war insbesondere für die Zeitungen in Dortmund und Schwerte sehr von Interesse. Für die objektive Berichterstattung sei den Redakteuren an dieser Stelle herzlichst gedankt. Insbesondere der RN Schwerte und dem Redakteur Reinhard Schmitz, sowie dem WDR  gebührt für den Einsatz im Sinne der SMS großen Dank, auch wenn die zahlreichen Berichte und Sendungen die Probleme nicht abwenden konnten.

Hier folgen einige interessante Artikel. Durch den Klick auf den Artikel ist der Ausschnitt in voller Größe sichtbar!

Alle Artikel sind hier nicht vertreten,- es sind zwei dicke Aktenordner voll, denn in den Jahren 1997 - 2000 war keine Institution, keine Partei oder Person so häufig in der Zeitung wie die SMS. Warum das so war, sehen Sie hier.....

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Ursprünglich war das Vereinsziel, in der ehemaligen, denkmalgeschützen Hauptwerkstatt ein Museum einzurichten. Dieses durchkreuzte die Pläne der Stadt Dortmund jedoch und alle Bemühungen scheiterten, so daß die einzigste Alternative in Schwerte gefunden wurde, was aber auch sehr viele Vorteile hatte, denn dort konnten alle Wagen bewegt werden.....
"Was gut und sinnvoll ist, muß auch teuer sein" - das ist der erste Gedanke den ein guter Beamteter Politiker hat, wenn ihm eine Idee herangetragen wird. Ein Straßenbahnmuseum "muß" eine Menge Geld kosten und bringt nichts ein, besonders dann nicht, wenn man sich als Verantwortlicher nicht für alte Straßenbahnen interessiert.

So wurde aus dem Museum in der Denkmalgeschützten Halle in der Immermann straße nichts,- lieber butterte man Millionen in das alte Straßenbahndepot um es umzugestalten. Das hat zwar nichts mit echtem Denkmalschutz zu tun, aber erfreut Beamte und Politiker, etwas geschaffen zu haben......

Leider sickerte aus dem Verein durch, das der Samba zunächst bei der DVG in DU-Hamborn untergestellt werden sollte und es wurde von einem DSW Mitarbeiter dafür gesorgt, das nur wenige Tage vor dem Transport die Vereinbarung platzte.

So stand der Samba doch wieder unmittelbar vor der Verschrottung. Unser Kollege Uwe Mendrik hatte dann den Tip "Mainische Feldbahn in Schwerte". Der Inhaber der MFB Bernhard von Engelen zeigte ein Herz für alte Straßenbahnen und gewährte dem Verein "Asyl" für die Wagen 303+812; 244+120 und auch für den GT8 89 

Wir haben der Stadt Schwerte 1995 ein Museum angeboten, was dem Steuerzahler nicht 1,--DM kosten sollte. Die Deutsche Bahn stellte das Gelände in Schwerte Ost zur Verfügung. Für 250.000,--DM sollte das Gelände ab 1.1.96 dem Verein gehören. Die Dresdner Bank hatte die Finanzierung zugesagt. Das Gelände und die Halle sahen schrecklich aus,- aber eine Alternative war nicht in Sicht,- dafür fleißige Jungs, die wo immer sie nur konnten, wie die Sklaven gearbeitet hatten.

Erst 1996 stellte sich heraus, das das Gelände nicht der DB, gehörte, sondern der BRD. Als "Bundeseisenbahnvermögen" war die Eisenbahn Immobilien Management für den Verkauf zuständig. Es ist im allgemeinen bekannt, das diese Leute aus Frankfurt keinen Sinn für Museen auf Gleisen haben.....

Es dauerte nur ein Jahr, bis der erste Straßenbahnzug im Museum pendelte. Bis spät in die Vornacht liefen die Vorbereitungen, aber letztendlich war es ein voller Erfolg. Bürgermeister Rudi Pohl steuerte den Eröffnungszug bestehend aus TW 290 (Dortmund) und BW 120 (Siegen). Damals dachte weder die Stadtspitze noch sonst irgendjemand, das der Grundstücksspekulant Roger Perplies andere Pläne mit dem Gelände hatte....
Hier (Bericht links) ist quasi der Beweis dafür, das schon lange über das Schicksal des Vereins entschieden wurde!

Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, das der Fahrbetrieb doch stattfinden durfte.

Eine Grillparty im Januar?- Kein Problem, denn das Wetter passte! Es war wohl der beste Besuchertag im Januar. Das Problem war das Beschaffen der Holzkohle.........

Stilecht im Blaumann grillte Dennis die Würstchen. Etwas später wurde dem Verein ein großer Grill aus V2a gesponsert und der Sommer war ein echter Hit!

1998 war ein sehr bewegtes Jahr bei der SMS. Die Stadt hatte sich inzwischen auf die Seite des reicheren gestellt, die Bürgermeister sind aus dem Verein ausgetreten und das Bauamt nutzte alle Kannbestimmungen, um den Verein bankrott zu machen. Man rechnete nicht damit, das der GT4 435 das "TRAM-Café" 189 ersetzen konnte und nun sogar Partys im Freigelände stattfinden konnten, die wieder Geld in die Kasse brachten. Wie ein Schlag ins Beamtengesicht war die Spende von Ingo aus Mülheim, denn nun konnte auch die "Wahnsinnskaution" bezahlt werden.
Ebenfalls im Jahre 1998 tauchte der Rechtsanwalt Assesor Jens Petersmann auf, der den Verein gegenüber der lästig gewordenen Stadt Schwerte vertreten wollte.

Völlig blauäugig vertraute der Verein diesem Mann. Leider stellte sich erst später heraus, das sich Petersmann genau entgegengesetzt verhalten hat, wie ursprünglich vereinbart war. Die ganze Zielrichtung des Vereins wurde zerschlagen, denn die Vertreter der Stadt hatten schnell erkannt, das Petersmann frisch von der Uni gekommen ist und nur theoretisches Wissen im Gepäck hatte. An Lebenserfahrung fehlte es ihm vollständig, somit schaffte er es, das Museum an die Stadt auszuliefern und die Presse mit unabgestimmten Informationen von der Seite des Vereinsvorstandes abzubringen.

Der Vorstand ist danach zunächst zurückgetreten, blieb aber gem. des Vereinsrechtes zunächst im Amt.

Hinter dem Rücken des Vereins wollte Petersmann einen neuen Vorstand gründen und den alten hinaus werfen. Insbesondere Andreas Herr war dem Juristen ein Dorn im Auge. Der rechtmäßige Vorstand hatte unterdessen beschlossen, die neuen für drei Monate freien Lauf zu lassen. Weil weder Petersmann noch ein anderer der "neuen Mitglieder" etwas auf die Reihe bekommen hatten, wurden alle Mitgliedsanträge des "neuen Vorstandes" als nichtig erklärt und weiter wurde Jens Petersmann und seinen Freunden Hausverbot erteilt. Die Karre war trotzdem zu tief im Sand und die Presse hatte sich inzwischen zurückgezogen- somit ist das einzigste und wirkungsvollste Druckmittel des Vereins verloren gegangen, was letztendlich zur Folge hatte, das sich der Verein auflöste und alle Bahnen in das Eigentum der Stadt Schwerte übergegangen sind.
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