Eindrücke aus dem neuem Straßenbahnmuseum Nahverkehrsmuseum Mooskamp

zum 25 Jährigen Jubiläum der Almetalbahn am 11. September 2004

Für die Festtage am 11. und 12.09.04 wurde im gesamten Dortmunder Stadtgebiet eine hervorragende und sehr vielversprechende Werbung gemacht.

Am Huckader Bushof suchten wir vergeblich die Haltestelle des Pendelbusses und fuhren anschließend weiter bis Obernette. Auch dort gab es weder einen Hinweis auf den Bus, noch ein Hinweis darauf, wo man das Museum findet.

Nach einiger Zeit kam ein Bus, - der Fahrer konnte uns dann den Weg zum Mooskamp beschreiben.

Zwei Triebwagen, die liebevoll  mit Flatterband dekoriert  worden waren, konnte man fotografieren. In der Halle standen der Generator- Beiwagen 920, der mit zwei VW- Käfermotoren Strom erzeugen kann, daneben stand der Fahrschulwagen 910 aus Dortmund. Das Rolltor war soweit geöffnet, das man bequem drunter her gehen konnte um sich  den Wagen anzuschauen. 

Der wohl am weitesten herumgekommene Triebwagen ist sicher der Wagen 194, der hier links im Bild für Jever wirbt. Dieser TW ist ein echter Aufbauwagen (mit Fahrgestellen eines Schöndorffwagens aus 1930) und trägt breite Eisenbahnradreifen mit tiefen Spurkränzen. Dieser Wagen war schon auf Sylt und auch auf der Eisenbahnstrecke am Schönberger Strand!

Eine Aufarbeitung steht scheinbar bevor. So einige Roststellen an der Karosserie wurden bereits ausgebessert. Die Wichtigste Haut an der Straßenbahn ist allerdings das Dach, welches noch nicht fertig gemacht wurde. 

Hinter dem TW 194 sieht man das Heckteil vom GT4 435. Dieser Wagen wurde (zusammen mit dem ATW 906) aus der Konkursmasse einer Schwerter Gleisfirma übernommen, welche vorab den Wagen von der Schwerter Museumsstraßenbahn aus der Räumungsversteigerung ersteigert hatte. 

Etwas wehmütig war es mir, als ich den TW 290 aus Schwerte zum ersten mal nach vier Jahren wiedergesehen hatte. Dieser TW wurde auf einer Seite neu lackiert,- leider wurde der Original Dortmunder Farbton nichteinmal halbwegs getroffen...

Vom Wagen 431, den die Almetalbahn früher auf der Strecke im Almetal (Büren) im Einsatz hatte, wurden Filme vorgeführt. 

Ansonsten konnte man auf dem Gelände am Mooskamp im Wagen 194 und 435 Bier trinken, Fotos kaufen und leckere Wurst essen,- Straßenbahnfahren war aber nicht im Programm, obwohl es auf dem Außengleis sicher möglich gewesen wäre. (Mit einer Tagesversicherung hätte man einen einfachen Demonstrationsbetrieb sicher vorführen können, wenn auch offiziell nur für Vereinsmitglieder. Statt Straßenbahnen konnten zwei Schienenfahrräder fahrend bewundert werden).

Die Halle wurde von innen gestrichen und war eigentlich recht sauber. Die einfachen Möglichkeiten für eine Abstellung der Fahrzeuge in der Halle, wird nicht genutzt und einige Bahnen müssen draußen der Gefahr des Vandalismus und des Wetters übernachten. 

In Schwerte wurde in erster Linie versucht, die Fahrzeuge sicher untergestellt zu pflegen und gewinnbringend einzusetzen. Am Mooskamp hat die sauber gestrichene Halle Priorität.  Was beide Museen gemeinsam haben ist, dass die Bahnen in den Hallen nur geduldet werden.

Nach der bitteren Erfahrung in Schwerte bleibt mir dem Verein am Mooskamp nur viel Glück zu wünschen und zu hoffen, das keine gewerblichen Kaufinteressenten für die Halle und das Gelände auftauchen werden....

Andreas Herr  

Die Wagen 290 und 435 in Schwerte

 
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